Childhood memories

Großvaters Schreibtisch


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Bleistiftverlaengerung
Bild­quel­le: © Ama­zon (*)

Weihnachten und Ostern auf einen Tag

Als klei­ner Jun­ge durf­te ich ein zwei­mal im Jahr den Schreib­tisch mei­nes Groß­va­ters „aus­kund­schaf­ten“.
Das war für mich, als wenn Weih­nach­ten und Ostern auf einen Tag fal­len wür­den.
Der Schreib­tisch ist in mei­ner Erin­ne­rung ein gro­ßes, dun­kel gebeiz­tes Möbel­stück, wel­ches direkt neben der Tür zum Flur stand. Auf der einen Sei­te Schub­fä­cher, auf der ande­ren eine abschließ­ba­re Tür.
Unter der Schreib­tisch­plat­te, zwi­schen Schub­la­den und Tür, befand sich eine wei­te­re Schieb­la­de, eben­falls zum Abschlie­ßen.
Wenn ich es mir recht über­le­ge, durf­te ich nur die­se Schieb­la­de unter der Schreib­tisch­plat­te „aus­spä­hen“, alles ande­re war tabu.

Stempel, Stempelkissen, Löschblätter ….

Egal, auch in die­ser Schieb­la­de gab es genug zu ent­de­cken.
Stem­pel, Stem­pel­kis­sen, Lösch­blät­ter inklu­siv dem dazu­ge­hö­ri­gen „Schau­kel-Lösch­blatt­hal­ter“, abge­lau­fe­ne diver­se Taschen­ka­len­der, Büro­klam­mern, Brief­pa­pier, Brief­mar­ken, Radier­gum­mis, Blö­cke, Rabatt­heft­chen, Blei­stift­an­spit­zer für dün­ne und dicke Stif­te, Linea­le und was weiß ich nicht noch alles; für ein Kind in mei­nem Alter eine wah­re Fund­gru­be.
Selt­sa­mer­wei­se ist mir aber ein Gegen­stand, die­ses bun­ten Sam­mel­su­ri­ums, beson­ders in Erin­ne­rung geblieben. 

Ein kurzer Exkurs

Gleich mehr davon, ein kur­zer Exkurs sei mir vor­ab erlaubt.
Wer behaup­tet, kei­ne IKEA-Blei­stif­te daheim „gebun­kert“ zu haben, ist ent­we­der ein wirk­lich ehr­li­cher Mensch, oder er/*/sie will es nicht zuge­ben, weil er/*/sie Angst vor der IKEA-Blei­stift Poli­zei hat; wobei es die wohl gar nicht geben soll!
Die IKEA-Blei­stif­te sind ja schon von Haus aus ziem­lich kurz. Zwei drei­mal ange­spitzt und man kann sie kaum noch hal­ten.
Und genau da kom­men wir wie­der zu dem eben bereits ange­spro­che­nen All­tags­ge­gen­stand in der Schreib­tisch­schub­la­de mei­nes Großvaters.

Bleistiftverlängerung

Damit die zu kurz gera­te­nen Blei- und Bunt­stif­te nicht vor­zei­tig weg­ge­wor­fen wer­den muss­ten, hat­te mein Groß­va­ter meh­re­re rote Blei­stift­ver­län­ge­run­gen in sei­ner Schieb­la­de.
An einem Holz­schaft war ein geschlitz­tes Metall­röhr­chen ange­bracht, in das der „Blei­stift-Küm­mer­ling“ gescho­ben wur­de. Damit der Blei­stift nicht rum­schla­ckern konn­te, schob man eine Metall­hül­se über dem Metall­röhr­chen nach vorn und klemm­te somit den Blei­stift-Stum­pen fest.

Es gibt sie noch!

Bleistiftverlaengerung
Bleistiftverlängerung (*)

Aus nost­al­gi­schen und sen­ti­men­ta­len Grün­den habe ich mir jetzt so eine Blei­stift­ver­län­ge­rung bestellt. Albern, oder? Egal!
Und mei­ne „Ikea-Küm­mer­lin­ge“ leben dann auch länger 🙂 

Bild­quel­le: Amazon.de (*)

In einer Zeit, in der Roh­stof­fe noch nicht so erschwing­lich waren, wie dies heut­zu­ta­ge der Fall ist, waren Blei­stift­ver­län­ge­run­gen häu­fig benutz­te Büro­ar­ti­kel, die teil­wei­se auch zu Wer­be­zwe­cken ver­schenkt wur­den. Blei­stift­ver­län­ge­run­gen gibt es spä­tes­tens seit dem zwei­ten Vier­tel des 20. Jahr­hun­derts, wahr­schein­lich jedoch schon früher.

Quel­le: Wiki­pe­dia, Die freie Enzyklopädie.

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