Aug 09 2015

Money, Money, Money

Las Vegas
Sonntag, den 09.08.2015

1. Tag

Der Landeanflug auf Las Vegas war einfach grandios! Von weitem kam die Stadt immer näher, im Zentrum DER ‚Strip‘ mit seinen hohen Hotelbauten.

Aber wir mussten eine weite Anflugkurve fliegen, da, wie uns unser Pilot mitteilte, Fallwinde vom nahen Gebirge erst kurz vor der Landung die Zuweisung der Einflugrichtung und somit der Landebahn zuließen. Die Landung selbst war dann auch ziemlich ‚turbulent‘! Gegen 14:00 Uhr Ortszeit, setzten wir auf US amerikanischem Boden auf.

Wir kramten unsere Sachen zusammen, verließen das Flugzeug und trabten im Gänsemarsch, zusammen mit den anderen Passagieren, Richtung Grenzkontrolle bzw. Einwanderungsstelle. Alles lief, in amerikanischer Manier, völlig reibungslos. Die Schlange vor den Countern war zwar riesig, aber alles war super organisiert. Der Einwanderungsbeamte konnte sogar Scherze machen und richtig lächeln. Unsere Fingerabdrücke wurden gescannt, warum reisen Sie ein, was wollen Sie in den USA machen, wo wollen Sie zuerst hin, danke und einen schönen Urlaub!
Im Anschluss ging es zur Gepäckausgabe und dann durch den Zoll. Auch hier keine besonderen Vorkommnisse.

America, here we are!

Nun standen wir mit unseren Koffern in der Ankunftshalle, also erst einmal ‚raus‘ die Lage peilen!

Da wir seit unserer Ankunft im Frankfurter Flughafen nur wohltemperierte ‚Air Condition Luft‘ gewohnt waren, traf uns die Wärme wie ein ‚Hammer‘. Um die 38°C, nicht schlecht. Egal, jetzt ins Hotel und zwar so schnell wie möglich.

Die Auswahl an Transportmitteln bestand aus jeder Menge Bussen und noch mehr Taxis. Was jetzt nehmen? Wir entschieden uns für’s Taxi. Es muss nicht besonders erwähnt werden das auch Taxiruf super organisiert war. Man stellt sich in der Schlange bei einem ‚Einweiser‘ an. Wie viele Personen Sir, vier?! Ist das all ihr Gepäck? Ein kurzer Pfiff, einige unverständliche Handbewegungen und schwupp steht das ‚passende‘ Taxi vor einem! Nehmen Sie dieses Taxi bitte! Und hast Du dich nicht versehen sitzt man schon im Taxi. By the way, vor lauter Aufregung habe ich vergessen dem Einweiser einen Tip (Trinkgeld) zu geben, er hat mich aber nicht aus dem Wagen gezogen.

Apropos Tip . In der USA gibt es zwar auch einen Mindestlohn, aber der ist gerade im Dienstleistungsbereich so niedrig, dass die Angestellten auf den ‚Tip‘ angewiesen sind.

Einen recht guten Überblick, wieviel Trinkgeld angemessen ist, findet man auf diversen Homepages (Als exemplarisch anzusehen: www.usa-reisetipps.net/leben-in-den-usa/trinkgeld-usa).

Da der Flugahafen (McCarran International) sehr zentral zum ‚Strip‘ liegt dauerte die Fahrt zu unserem Hotel, dem ‚New York New York‚, nur ca. 10 Minuten. Diesmal habe ich aber an den Tip für den Fahrer gedacht 🙂

Nächste Station ‚Einchecken‘ im Hotel; auch hier war wieder selbstredend alles durchorganisiert! Bitte schreiben Sie hier ihre Heimatadresse, eine gültige Email und eine Telefonnummer auf Sir. Danke sehr Sir! Hier Ihre beiden keycards für Zimmer 1211 (12. Stock). Nehmen Sie bitte den Fahrstuhl B und einen schönen Aufenthalt im ‚New York New York‘ Sir.

Nachdem endlos lange Gänge durchirrt waren standen wir dann endlich so gegen 16:15 Uhr in unserem Zimmer. Um unser Reisebudget nicht allzu  sehr zu strapazieren, hatten wir ein vier Bett-Zimmer gebucht. Jetzt erst einmal für eine halbe Stunde hinlegen und ausruhen!

Und da es ja noch früh am Tag war, auch wenn unsere Körper eigentlich nur noch nach Schlaf lächsten, ging es dann so gegen 17:30 Uhr auf Entdeckungstour.

In der ‚großen Halle‘ des ‚New York New York‘ , dort wo auch die Rezeption ist, reiht sich ein Spielautomat an dem anderen, ein ‚Black Jack‘  oder Roulette Tisch steht neben dem anderen. ‚Pling, pling, pling, ratter, ratter, ratter‘. Die Luft ist muffig, riecht schlecht, alles ist in schummrige Beleuchtung gehüllt; Spielhölle eben!

Also nichts wie raus auf die Straße, auf den ‚Strip‘. Und da erwischt uns wieder die volle Hitze von Las Vegas. Wir ‚kriechen‘ förmlich über den Asphalt. Überall Menschen, Bettler, Straßenverkäufer, Männer und Frauen die Voucher für zwielichtige Kneipen und Bars verteilen, jede Menge Auto’s. Die Klimaanlagen laufen bei offenen Türen auf Hochtouren, Wassernebel wird zur Kühlung überall auf dem Gehweg versprüht. Wir schleppen uns Schritt für Schritt voran. Durst, wir müssen was trinken, suchen und finden einen ‚Supermarkt‘ und kaufen überteuertes Wasser ( 1 Liter für $1.99), für jeden eine Cola und je ein Sandwich. Ausgabe insgesamt $26,39. Wenn das so weiter geht sind wir bald pleite 🙁 Und dann nur noch ab ins Hotel. Nach einem 24 Stunden Tag sind wir wie erschlagen.

Erster Eindruck von Las Vegas: hektisch, laut, überfüllt, dekadent!

Good night America!

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